DEUTSCH-GRIECHISCHE
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AKTUELLES


Von Pleite-Griechen zu Musterschülern?
Das Wirtschaftswunder hat Schatten


Athen. Einst als "Pleite-Griechen" verhöhnt, legte das Land ein Comeback hin, gilt plötzlich als Vorbild.
Der Alltag der Griechen aber ist ein anderer.
Nach der Finanzkrise 2008 gilt Griechenlands Wirtschaft als saniert. Doch die Bevölkerung bleibt skeptisch.
In den 2010er-Jahren stand Griechenland gleich mehrfach vor dem Staatsbankrott. Heute werden die einstigen "Pleite-Griechen" als wirtschaftspolitische Musterschüler gefeiert. Sogar Deutschland kann von Griechenland lernen - etwa bei der Digitalisierung der Verwaltung. Doch hinter der Erfolgsgeschichte verbirgt sich eine andere Realität: Viele Menschen leiden noch immer unter den Folgen der Schuldenkrise.
Eigentlich könnten die meisten Griechinnen und Griechen zuversichtlich ins neue Jahr blicken. 2026 plant die Regierung die größten Steuererleichterungen der jüngeren Landesgeschichte. Die Einkommensteuersätze sollen durchgehend um zwei Prozentpunkte sinken. Berufsanfänger bis 25 Jahre zahlen auf die ersten 20.000 Euro Jahreseinkommen gar keine Steuern mehr. Rentner mit kleinen Bezügen erhalten einen Zuschuss von 250 Euro, einkommensschwache Familien eine Monatsmiete pro Jahr als staatliche Beihilfe. In Gemeinden mit bis zu 1500 Einwohnern wird die Grundsteuer 2026 um 50 Prozent gesenkt und im Jahr darauf ganz abgeschafft. Davon profitiert die ärmere Landbevölkerung.

Griechenlands Wirtschaft:
Aufschwung erreicht Bevölkerung kaum
Der griechische Finanzminister Kyriakos Pierrakakis kann sich diese Entlastungen leisten, denn die Staatsfinanzen gelten als saniert.
Griechenland gehört inzwischen zu nur wenigen EU-Staaten, die Haushaltsüberschüsse erzielen. Noch vor zehn Jahren stand das Land kurz vor dem Austritt aus der Eurozone, heute spricht niemand mehr vom "Grexit". Anfang Dezember wählten die Euro-Finanzminister Pierrakakis einstimmig zum Präsidenten der Euro-Gruppe - ein symbolträchtiges Signal für das politische und wirtschaftliche Comeback des einstigen Krisenstaats. "Griechenland ist zurück", erklärte Pierrakakis nach der Wahl.
In der Bevölkerung kommt dieser Optimismus allerdings kaum an.
Laut einer Umfrage des Instituts Metron Analysis vom November sind 69 Prozent der Griechen überzeugt, das Land befinde sich "auf dem falschen Weg". Nur 15 Prozent berichten von einer Verbesserung ihrer finanziellen Lage im vergangenen Jahr. 79 Prozent zeigen sich unzufrieden mit der Wirtschaftspolitik der Regierung, den Preissteigerungen und der Entwicklung der Einkommen.


Griechenlands Wirtschaft erholt sich nur langsam von der Krise
Zwar wächst die griechische Wirtschaft seit dem Ende der Corona-Pandemie fast doppelt so schnell wie der EU-Durchschnitt. Doch der Nachholbedarf ist enorm: Zwischen 2010 und 2013 verlor das Land mehr als ein Viertel seiner Wirtschaftskraft. Mit voraussichtlich 248 Milliarden Euro wird das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in diesem Jahr nominal erstmals das Vorkrisenniveau von 238 Milliarden Euro übertreffen. Inflationsbereinigt jedoch dürfte Griechenland nach Berechnungen des Wirtschaftsdienstes des Parlaments frühestens 2035 wieder das Niveau von vor der Krise erreichen. Die Realeinkommen werden sogar erst um 2040 an den EU-Durchschnitt heranreichen. Das statistische Pro-Kopf-Einkommen lag vor der Krise bei 59 Prozent des EU-Durchschnitts, heute sind es nur noch 52 Prozent.
Während der Schuldenkrise zwangen die internationalen Kreditgeber Griechenland zu drastischen Sparmaßnahmen. Die Renten wurden um 26 bis 50 Prozent gekürzt, der gesetzliche Mindestlohn von 751 auf 586 Euro gesenkt. Die Immobilienpreise brachen um 40 Prozent ein, die Arbeitslosenquote stieg 2013 auf 27 Prozent.
Die Folgen dieser Austeritätspolitik belasten die Kaufkraft bis heute. 2008 lag sie laut Eurostat bei 93 Prozent des EU-Durchschnitts, im vergangenen Jahr nur noch bei 70 Prozent. Gemessen an der Kaufkraft privater Haushalte ist Griechenland inzwischen das zweitärmste Land der EU vor Bulgarien.


Wohnungsnot in Griechenland treibt Mieten in die Höhe
Ein existenzielles Problem ist die Wohnungsnot.
Nach einer Studie der Piraeus Bank fehlen landesweit rund 212.000 Wohnungen. Auch dies ist eine Spätfolge der Krise: Die Bautätigkeit brach damals drastisch ein. Der Mangel treibt die Mieten in die Höhe. Nach einer Statistik des größten griechischen Maklerportals Spitogatos haben sich die Wohnungsmieten in der Hauptstadtregion Attika in den vergangenen fünf Jahren um durchschnittlich 35 Prozent verteuert. Sie stiegen damit doppelt so schnell wie die Einkommen.

Berliner Morgenpost 04. Januar 2026; von Gerd Höhler, Freier Autor

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GriechenlandInvestoren stehen plötzlich Schlange

Wirtschaftlich hat sich das Land erholt.
Lange stand es wirtschaftlich nicht gut für Griechenland. Doch jetzt läuft es wieder - internationale Investoren wollen wieder Anleihen kaufen.
Im einst von der Staatspleite bedrohten Griechenland sind die Investoren zurück: Die erste Anleihe-Auktion des Jahres stieß auf eine Rekordnachfrage. Für eine neue zehnjährige Staatsanleihe gingen am Dienstag Gebote im Volumen von 51 Milliarden Euro ein, wie die mit dem Schuldenmanagement des Landes beauftragte Finanzagentur mitteilte. Das Land sammelte dabei vier Milliarden Euro ein und deckt damit bereits rund die Hälfte seines für dieses Jahr geplanten Kreditbedarfs von acht Milliarden Euro. Der geringe Risikoaufschlag von 0,58 Prozentpunkten signalisiert das wiedergewonnene Vertrauen am Finanzmarkt.
Das enorme Interesse der Anleger ist das Ergebnis der deutlichen Konjunkturbelebung. "Die hohe Nachfrage spiegelt die starke Verbesserung der wirtschaftlichen Fundamentaldaten des Landes und den schnellen Abbau der Staatsverschuldung wider", sagte Analyst Takis Zamanis vom Vermögensverwalter Beta Securities.
Seit Griechenland Ende 2023 von Ratingagenturen die Bonitätsnote "Investment Grade" zurückerhielt, was für ein geringeres Ausfallrisiko steht, sind die Anleihen für Investoren wieder attraktiv.


Das Land wächst stärker als der Durchschnitt der Euro-Zone
Die griechische Wirtschaft soll in diesem Jahr mit 2,4 Prozent doppelt so stark wachsen wie der Durchschnitt der Euro-Zone. Zudem wird ein Primärüberschuss - ein Haushaltsplus ohne Zinszahlungen - von 2,8 Prozent erwartet. Während der schweren Schuldenkrise der Jahre 2009 bis 2018 stand das Land kurz vor dem Austritt aus der Euro-Zone.
Es erholt sich inzwischen von der Finanzkrise, die es nur durch drei internationale Rettungspakete im Gesamtumfang von rund 280 Milliarden Euro überstehen konnte.
Als Zeichen der neuen Stärke plant die Regierung, noch in diesem Jahr Kredite aus dem ersten Rettungspaket in Höhe von rund fünf Milliarden Euro vorzeitig zurückzuzahlen.
Obwohl die Staatsverschuldung mit erwarteten 138,2 Prozent der Wirtschaftsleistung in diesem Jahr die höchste in der Euro-Zone bleiben dürfte, ist sie seit 2020 um mehr als 45 Prozentpunkte gesunken. Zudem verfügt Griechenland über ein Finanzpolster von rund 41 Milliarden Euro, mit dem es seinen Finanzierungsbedarf für mindestens drei Jahre ohne Zugang zu den Märkten decken könnte.

Süddeutsche Zeitung 13. Januar 2026,

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Schutzprogramm "Unberührte Berge" für Griechenlands Natur wird ausgeweitet

In das Programm "Unberührte Berge" ("Apatita Vouna") wurden vor Kurzem neue Regionen aufgenommen - u. a. der Gipfel Strongoula im Athamanika-Gebirge (Epirus) oder der Berg Parnonas auf der Peloponnes.
Das beschloss das Ministerium für Umwelt und Energie.
Angekündigt wurden darüber hinaus weitere Schutzmaßnahmen für die Gipfel Smolikas, Tymfi und Chatzis sowie die Festlegung von Zonen, in denen der Bau von Straßen oder Windkraftanlagen verboten ist.
Mit dem neuen Paket will der Staat die Natur stärker vor menschlichen Eingriffen schützen und so die Artenvielfalt erhalten. Gleichzeitig soll Griechenland als alternatives Reiseziel attraktiver werden. Zum alternativen oder auch Outdoortourismus gehören Aktivitäten wie Wandern, Bergsteigen, Tierbeobachtung oder Naturfotografie.
Umweltminister Stavros Papastavrou kommentierte die jüngste Initiative mit den Worten: "Die Regierung legt größten Wert darauf, die Perspektive der Berggemeinden zu stärken und sicherzustellen, dass Wachstum und Respekt für die einzigartige Natur und Artenvielfalt unseres Landes Hand in Hand gehen."

(Griechenland Zeitung / as) 11. Januar 2026

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Eine deutsche Biologin auf griechischen Meeren: 1.000 Meilen für 1.000 Mönchsrobben

Im Sommer 2025 brach die deutsche Meeresbiologin Nora Klasen zu einer besonderen Segelreise durch das griechische Mittelmeer auf.
Um auf die zunehmende Bedrohung der Mönchsrobben aufmerksam zu machen, kündigte sie sogar vorzeitig ihre Stelle bei den Vereinten Nationen. Gegenüber der Griechenland Zeitung (GZ) berichtete Klasen von ihren Erlebnissen in Griechenland.
Gemeinsam mit der Initiative SEAL Greece nahm sie an der Aktion "1.000 Meilen für 1.000 Mönchsrobben" teil. Die Route führte entlang der Ionischen Küste im Westen des Landes. Mit der Kampagne sollte auf die kritische Situation der Mönchsrobbe (Monachus monachus) hingewiesen werden, von der weltweit nur noch rund 1.000 Exemplare existieren.
Zusammen mit Kapitän John Perham segelte Klasen an Bord der "Bonnie R" zahlreiche griechische Häfen an, darunter Korfu, Zakynthos, Lefkada und Kefalonia, und führte zahlreiche Gespräche mit Einheimischen.
Parallel dazu war ein weiteres Team entlang der Küsten der Ägäis unterwegs.
Was Nora Klasen zu ihrem Engagement für die Mönchsrobben bewegt hat und wie sie ihren Aufenthalt in Griechenland wahrgenommen hat, lesen Sie in einem ausführlichen Porträt von Line Brümmer in der aktuellen Ausgabe der Griechenland Zeitung (GZ 1003), die am 7. Januar erschien.

(Griechenland Zeitung / as) 11. Januar 2026

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Gyros, Feta & Co.: Griechische Küche begeistert die Welt

Die griechische Küche gehört zu den besten der Welt.
Zu diesem Ergebnis kommt das Onlineportal tasteatlas.com, das die griechische Küche aktuell auf Platz zwei ihres Rankings verortet.
Lediglich Italien liegt noch vor Griechenland.
Ausschlaggebend für das hervorragende Abschneiden sind vor allem die große Vielfalt traditioneller Speisen, hochwertige regionale Zutaten sowie die kulinarische Tradition des Landes.
Die beliebtesten griechischen Gerichte sind tasteatlas zufolge Gyros, Souvlaki und Moussaka;
bei den Lebensmitteln überzeugt der Feta-Käse, und der Kaffee Frappé gilt als das bestes Getränk.
Deutschland erreicht im Ranking von tasteatlas lediglich Platz 27, Österreich Platz 36
und die Schweiz nur Platz 70.

(Griechenland Zeitung / as) Sonntag, 04. Januar 2026

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Kleininsel Lipsoi wertet ihre Wanderwege auf

40 Kilometer Wanderwege auf der Ägäisinsel Lipsoi sollen besser instandgehalten, umfassend saniert, markiert und gereinigt werden.
Infos zu diesem Angebot sollen Einwohner und Gäste im Hafen erhalten.
Das entsprechende Budget dafür beträgt 200.000 Euro.
Bürgermeister Fotios Maggos sprach in einem Interview mit dem staatlichen Fernsehen ERT von einem "sehr wichtigen Projekt" und schwärmte gleichzeitig von einer "Naturlandschaft von unvergleichlicher Schönheit".
Außerdem kündigte der Lokalpolitiker an, dass man das Wegenetz teilweise auch für Mountainbiker nutzbar machen werde.
Ein erster Pfad konnte bereits fertig gestellt werden.

(Griechenland Zeitung / tl) Freitag, 02. Januar 2026

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Syros: Paradies für digitale Nomaden in den Kykladen

Die Kykladeninsel Syros zieht immer mehr digitale Nomaden und Familien an.
Dank guter Infrastruktur, einfacher Anreise, kulturellem Angebot und Programmen wie Boundless Life können sie hier drei Monate leben, arbeiten und ihre Kinder international beschulen lassen - und manche von ihnen haben Syros sogar zum Hauptwohnsitz gemacht.
Die Kykladeninsel Syros ist besonders gut für digitale Nomaden geeignet. Einem Bericht des staatlichen Fernsehsenders ERT3 zufolge bevorzugen auch viele Familien, die als digitale Nomaden leben, bzw. ihren Unterhalt mit digitaler Arbeit erwirtschaften, einen Aufenthalt auf Syros.
Dazu trägt auch das Programm Boundless Life bei.
Die Generaldirektorin Ioanna Stavrou, die für dieses Programm in Griechenland zuständig ist, erklärte gegenüber ERT3, dass das Programm jeweils für drei Monate gilt. Gedeckt wird dabei auch die Notwendigkeit für die Schulbildung der Kinder der Digital-Nomaden.
Dies geschehe über die internationalen Programme "home schooling" und "global schooling", so Stavrou.
In dem Bericht wird auch das Kulturleben der Insel, das ganze Jahr über reichhaltig ist, hervorgehoben.
Außerdem sei Syros einfach von Athen aus mit dem Schiff oder dem Flugzeug zu erreichen, und die Insel verfüge zudem auch über ein Krankenhaus.
Alle drei Monate werden über Boundless Life 30 bis 35 Familien auf Syros untergebracht.
Zehn von ihnen nutzen die Kykladeninsel mittlerweile als Hauptwohnsitz; entweder haben sie eine Wohnung gemietet oder sogar gekauft; sie hätten sich bereits vollkommen in die Gesellschaft integriert.
Hauptort der Insel ist Ermoupoli. Diese Stadt ist zudem Verwaltungssitz der Region Südliche Ägäis.
Syros verfügt über mehr als 21.000 Einwohner.

(Griechenland Zeitung / eh) Donnerstag, 01. Januar 2026

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Weihnachten auf Griechisch: Der Heilige Vassilios (1. Januar)

Vassilios zählt zusammen mit seinen Brüdern zu den vier großen Kirchenvätern und wirkte um 350 n. Chr.
Der Legende nach soll ein grausamer Herrscher die Stadt Caesarea erobert und den Einwohnern alle Wertsachen entwendet haben.
Vassilios, der Bischof war, gelang es mit einer Predigt, den Eindringling davon zu überzeugen, alles Geraubte zurückzugeben.
Da er die rechtmäßigen Besitzer nicht kennen konnte, ließ er Münzen und Wertsachen in Brote einbacken und an die Bevölkerung verteilen.
So wurde der Heilige zum Gabenbringer der Kinder, zum "Weihnachtsmann", den sie am 31. Dezember um Mitternacht erwarten.
Am 1. Januar wird auch die "Vassilopitta", der Vassilis-Kuchen, angeschnitten, in den eine Münze eingebacken ist.
Wem sie zufällt, der ist der Glückspilz des Jahres.
Große Bedeutung hat auch, wer am Neujahrsmorgen als erster das Haus betritt (podariko).

(Griechenland Zeitung) Mittwoch, 31. Dezember 2025

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Ai Vassilis: Ein Kirchenvater als Weihnachtsmann?

Rund um den Globus stößt man am Ende des Jahres auf eine mehr oder weniger identische, immer sympathisch und gutmütig wirkende Figur, deren Zuständigkeit sich vor allem auf das Verteilen von Geschenken erstreckt.
In Griechenland spielte die Figur des Weihnachtsmanns lange Zeit keine nennenswerte Rolle.
Erst um die Mitte des 20. Jahrhunderts hielt sie dort Einzug und verschmolz in der Folge rasch mit dem im griechischen Brauchtum traditionell verankerten Ai Vassilis (Heiliger Vassilis), dessen Bedeutung eigentlich an den Neujahrstag gebunden war.
Daher rühren auch noch immer anzutreffende, auf Neujahr gerichtete Reminiszenzen: zum Beispiel, wenn Kindern ihre Geschenke in der Silvesternacht vor das Bett gelegt werden, damit sie sie am nächsten Morgen dort vorfinden.
Und die so genannte Vassilopita (dt. etwa "Vassilis-Kuchen" oder "Vassilios-Kuchen", auch "Königskuchen"), in die eine Münze eingebacken wird, ist aus dem häuslichen Familienleben nicht wegzudenken.
Schließlich wird derjenige, der die Münze in seinem Stück findet, ein besonders glückreiches Jahr haben.
Ai Vassilis steht für Agios Vassilios und verkörpert keinen geringeren als den Kirchenvater Basileios den Großen, der im 4. Jahrhundert lebte.
Basileios hatte sich dem Mönchstum verschrieben und wirkte als Metropolit von Kappadokien, bis er am 1. Januar 379 starb.
Auf dieses Datum geht der heutige orthodoxe Gedenktag des Heiligen zurück, woraus auch die enge Bindung des Ai Vassilis an den Neujahrstag resultiert.
Die Grundlage für die Figur des Weihnachtsmannes generell bildet wohl der Heilige Bischof Nikolaus von Myra, an dessen Namenstag (6.12.) schon im Mittelalter Kinder beschenkt wurden, und dessen Bild mit der Zeit mit den Protagonisten anderer europäischer Traditionen und Märchen verschmolzen wurde, so zum Beispiel mit dem russischen Väterchen Frost und selbst mit dem eigenen strafenden Gegenpart, dem Knecht Ruprecht.

(Griechenland Zeitung / jr) Sonntag, 28. Dezember 2025

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Eine Künstlerin verzaubert Griechenland
zum 75. Geburtstag von Charis Alexiou


Am 27. Dezember feiert Charis Alexiou, als Interpretin vieler überaus erfolgreicher Songs eine der bedeutendsten Vertreterinnen der Musikszene Griechenlands, ihren 75. Geburtstag.
Über einen Zeitraum von etwa fünf Jahrzenten hat sie auf ihre ganz eigene Weise das musikalische Geschenk in Hellas maßgeblich und nachhaltig geprägt.
Mit so manchen Musikern stand Alexiou auf der Bühne, wie etwa mit Giorgos Dalaras, mit dem sie schon in den 70er Jahren zusammenarbeitete.
Im Jahr 2020 zog Alexiou sich aus der Musik jedoch weitestgehend zurück, allerdings nicht ohne drei Jahre später noch ein kleines Comeback hinzulegen.
Stelios Kazantzidis, einer der einflussreichsten Sänger Griechenlands im 20. Jahrhundert, sagte einst über sie: "Für mich ist ihre Stimme die beste, die wir heute im Lied haben; du hörst sie singen und hast das Gefühl, dass das Lied allein für dich persönlich geschrieben wurde."

(Griechenland Zeitung / gc) Samstag, 27. Dezember 2025

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Street Art aus Patras international auf Platz 1

Ein Graffiti des Künstlers Kleomenis Kostopoulos in der peloponnesischen Stadt Kalamata wurde weltweit zur besten Street Artwork für den Monat November gekürt. Die 2016 gegründete Plattform "Street Art Cities" ist in 123 Ländern vertreten und vereint fast 90.000 Kunstwerke.
In regelmäßigen Abständen wählen die Userinnen und User dieser riesigen Comunity weltweit das beste Wandgemälde.
Der aus Patras stammende Künstler, der auch unter dem Namen KLE bekannt ist, studierte unter anderem auch an der Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart. Er hat an zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland teilgenommen. Das Werk mit dem Titel "Kalamata" zeigt die griechische Opernsängerin Maria Callas (1923-1977), umgeben von Vögeln, und soll eine "allegorische Darstellung der Geschichte der Stadt" - so der staatliche Sender ERT - darstellen. In einem Post in den Sozialen Medien brachte der Künstler seine Freude über die Ehrung zum Ausdruck. Anlass für die Erstellung des Werks war eine Aktion der Gruppe "Mission" der Gemeinde in Zusammenarbeit mit der Musikschule der Stadt "Maria Callas".

Griechenland Zeitung vom 21.12.2025

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Insel Sifnos ins UNESCO-Netzwerk der Kreativstädte aufgenommen

Die griechische Insel Sifnos ist neues Mitglied des UNESCO-Netzwerks der Kreativstädte. Die Auszeichnung erfolgte im Bereich Volkskunst und Handwerk und würdigt insbesondere die jahrhundertealte Töpfertradition der Kykladeninsel.
Sifnos ist der einzige griechische Ort, der in diesem Jahr in dieses Netzwerk integriert wurde.
Insgesamt hat die UNESCO 58 neue Städte in das Creative Cities Network aufgenommen. Ziel ist es, Kreativität als Motor für nachhaltige Stadtentwicklung zu fördern und den internationalen Austausch zwischen Städten mit starkem kulturellem Profil zu stärken.
Die Aufnahme von Sifnos wird als bedeutende internationale Anerkennung des kulturellen Erbes der Insel gewertet. Gegenüber der Nachrichtenagentur AMNA erklärte der stellvertretende Bürgermeister für Tourismus, Jannis Rafeletos:
"Sifnos ist aus Ton und Tradition gemacht. Diese wichtige internationale Auszeichnung bestätigt die Zeitlosigkeit, Einzigartigkeit und historische Bedeutung des Reiseziels und würdigt alle Einwohner, Fachleute und Institutionen, die zu diesem Erfolg beigetragen haben."

Griechenland Zeitung vom 19.12.2025
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Zwei Bitten richte ich an Euch:
  • Schicken Sie mir Ihre E-Mail Adresse unter
    gra-gra@superkabel.de,
    damit ich Sie erreichen kann.
    Leider haben bisher nicht genug Mitglieder reagiert und mir ihre E-Mail-Adresse bekanntgegeben.
  • Bezahlen Sie, wenn noch nicht geschehen, Ihren Mitgliedsbeitrag 2025 (natürlich auch den von 2024 oder gar von früher!), und rechtzeitig den von 2026, damit der Verein seine Handlungsfähigkeit behält.
Bleiben sie gesund, optimistisch und unserem Verein wohl gesonnen!

Ihre Vorsitzende
Euthymia Graßmann-Gratsia




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